Wissen und Reisetipp für Thailand Urlauber.
Auch im Traumurlaubsland Thailand haben die Thais so ihre Probleme. Elefanten Probleme sozusagen.
Jeder kämpft ums überleben und das liebe Geld. Dabei ist diese Art von Problemen nicht einmal so wie sonst üblicherweise auf die allgemeine weltweite Wirtschaftskrise zurück zu führen sondern sind eher Hausgemacht.
Elefantentreiber, Mahut genannt, hatten in Thailand schon immer eine bedeutende Position.
In der Geschichte Thailands haben Elefanten und seine Elefantenführer schon immer eine wichtige Rolle gespielt und sind Symbole der Nation. Auf Elefanten sitzend zogen die Mahut Prinzen und führten Schlachten um die Herrschaft über das fruchtbare Flachland aus.
In den 60er Jahren gab es noch mehr als 29.000 wilde und 11.000 zahme Elefanten in Thailand. Heute sind es nur noch ca. 2.000 wilde und 3.000 zahme Elefanten die übrig geblieben sind.
In der Vergangenheit konnte man den Elefanten zumeist im Wald antreffen, dort war es seine Aufgabe Baumstämme aus den Wäldern zu schleppen. Doch das mittlerweile eingeführte Abholzverbot bedeutete auch das Ende seines wirtschaftlichen Nutzens und das Ende der Sicherung des Lebensunterhaltes der Mahut.
Die Folge ist:
Die Elefanten sind in die Stadt gekommen, um zu betteln. Elefanten sind aus den städtischen Nightlife- und Markt-Bezirken nicht mehr wegzudenken und die Elefantenführer verdienen in dem sie sich und ihre Elefanten als Touristen Attraktion darbieten ihren Lebensunterhalt.
Diese Tatsache ist jedoch nicht unproblematisch und birgt große Probleme für Mensch und Tier.
Elefanten sind zu groß, zu sensibel und zu intelligent, als dass sie das ständige Umherwandern auf den engen Straßen und Gehsteigen inmitten von Menschenmassen problemlos ertragen könnten. Elefanten stören den öffentlichen Verkehr und werden auch hin und wieder von Autos angefahren. Durch das fehlen ihrer natürlichen Umgebung und Lebensgewohnheiten werden die Tiere nicht selten krank.
Zwar gibt es Verordnungen, die das Halten von Elefanten in der Großstadt verbieten, aber die Polizei kann diese Verordnung nicht durchsetzen.
Als Empfehlung an Urlauber und Touristen um diesen Misstand einzudämmen geben die örtlichen Verwaltungen den Rat die Mahut, also die Elefantenführer nicht durch großzügige Spenden zu ermutigen sondern die Elefanten in den öffentlichen Parks wie Beispielsweise das Safari World in Bangkok zu besuchen.
Nun, ob das hilft wage ich zu bezweifeln…
Ich hoffe jedoch Ihnen einen brauchbaren Tipp für den nächsten Thailand Urlaub mit auf den Weg zu geben.
Vielen Dank für den Beitrag! Ihre grundsätzliche Kritik ist sicher angebracht und ein besonnenes Verhalten im Urlaubsland stets angeraten. Doch scheinen mir Ihre Zahlen etwas untertrieben: Es gibt auch heute noch weitaus mehr Elefanten in Thailand als die neulich von SpiegelTV verbreitete Zahl.
Ein pauschaler Rat, wie er auch hier gegeben wird, ist allerdings nicht unbedingt den verbliebenden Elefanten zuträglich, egal wieviele es denn nun noch sind: Sie dürfen nicht mehr als Arbeitstiere eingesetzt werden, kosten ihre Besitzer aber täglich Unmengen an Futter. So gesehen sind es gerade Passanten und Touristen, die zum Erhalt der verbleibenden Elefanten beitragen. Das sollte man nicht außer Acht lassen!
Hallo Alexander, danke für deinen Kommentar. Grundsätzlich gebe ich dir recht. Wie gesagt über Sinn oder Unsinn kann man da sehr geteilter Meinung sein.
Grüße Werner