Funkenfeuer Event mit flammendem Spektakel

Posted by – 24. Februar 2010

Funkenfeuer - Schwäbisches Event mit flammendem Spektakel

Das “Funkenfeuer” ist ein traditionelles Brauchtum zur Austreibung des strengen und eiskalten Winters. Das traditionsgemäß am “Funkensonntag”, das ist der erste Fastensonntag, stattfindende Spektakel hat seinen Ursprung aus der heidnischen Kultur zur Austreibung des unliebsamen, strengen und eiskalten Winters und hat sich hier bei uns im Oberschwäbischen Raum bis zum heutigen Tag als traditionelles Brauchtum erhalten. Kaum ist die Fasnacht vorbei, so beginnen die Vorbereitungen für den alljährlichen am Funkensonntag stattfindenden Funken.

Im Landkreis Biberach werden jährlich im Rahmen der Brauchtumspflege ca. 140 Funken abgebrannt. Für das leibliche Wohl gibt es meistens Glühwein und “Funkenküchle”

In fast jeder Gemeinde wird ein Funken gebaut. Vorbereitet und ausgerichtet wird das ganze Spektakel meist von den örtlichen Landjugend Gruppen.

Schon Wochen und Monate vorher werden Holzvorräte gesammelt. Zum Funkensonntag werden sie dann an den für den Funken bestimmten Platz gebracht und zu einem großen Haufen aufgeschichtet, je höher der Funken, umso besser. In die Mitte des Haufens steckt man eine lange Holzstange, an deren Ende die Funkenhex befestigt wird. Diese aus Stroh gefertigte und mit alten, bunten Kleidungsstücken ausstaffierte Puppe ist meist recht gaudig (für nicht Schwaben – „gaudig“ bedeutet „lustig sein, Spaß haben“) anzusehen. Sobald es dunkel wird, wird dann der Funken mit brennenden Fackeln entzündet. Vor dem Funken hat sich mittlerweile eine ansehnliche Menschenschar angesammelt und Lachen und Fröhlichkeit geben den Ton an. Das Funkenfeuer wird langsam größer und größer. Nun beweist sich die Kunst der Funkenbauer, je länger der Funken braucht, um ganz abzubrennen, desto besser wurde er gestapelt. Mit der Verbrennung der Funkenhex ist dann der Höhepunkt erreicht und die meisten Schaulustigen begeben sich auf den Heimweg.

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